Nachhaltigkeit & Regenerativ

 

Plastikrecycling - UGANDA ab Juli bis Oktober 2023

Meine Motivation ……

“Tue zuerst das Notwendige,

dann das Mögliche,

und plötzlich schaffst du das Unmögliche”.

Franz von Assisi

Begleitung durch Coaching & Supervision und Beratung einer Studentengruppe und eines Startups im Bereich Plastikmüll Sammlung und Plastikrecycling - Ndejje University - Bombo - UGANDA in Zusammearbeit mit coworkers. - Projekt läuft weiter und man kann sich noch mit einer Spende am Aufbau des Abfallmanagements an der Uni beteiligen. - Vielen Dank

 


Bericht über den Einsatz "Plastik-Recycling!" Aktuelle Einblicke über eine 3-monatige Entwicklungszusammenarbeit mit einer Universität in Uganda. 
Dienstag, den 6. Februar 2024 um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Emmauskirche Feldkirchen (83620 Feldkirchen-Westerham Mareisring 1) Keine Kosten.


Kontakt Coworkers
Wächterstr. 3, 70182 Stuttgart
Tel: +49 711 21066-0
Mail: fachkraefte@coworkers.de

www.coworkers.de

 

 

 

 

 

Spenden
Hilfe für Brüder International e.V.
Evangelische Bank eG Stuttgart
IBAN DE89 5206 0410 0000 4156 00 Verwendungszweck: „Plastikrecycling Uganda / Coworkers“ + Spenderadresse

Kontakt: Albrecht Bühl oder Signal - threema - WhatsApp +49 170 77 22 471

 


Aktivitäten / Erlebnisse


Präsentation - Plastik - Recycling 

Oktober 2023


KW 43

 

Nach vielen guten Begegnungen und Erlebnisse war es dann Zeit am 23.10.23 Abschied zu nehmen. Eine wunderschöne Zeit geht zu Ende. 

Doch dann ging es über Nairobi erstmals noch nach Ghana. Dort habe ich dann Freunde besucht, die eine Kirche in Accra in einem Sulm haben und der Community helfen und viele Menschen begleiten. Hier haben wir uns eingebracht und unterstützen die Kirche um den Dienst tun zu können. (Wer hier Interesse hat, kann gerne auch Patenschaft übernehmen, ich kann hier gerne weiterhelfen) 

 

Dann ging es weiter zu einer Familie, die wir auch schon lange kennen, er ist Lehrer und sie hat eine Backstube. In der Schule haben wir Kakaobäume gepflanzt und ich hatte die Möglichkeit über das Thema Plastik und Recycling einen Unterricht zu machen. - Die Schüler waren super. - Nach dem Unterricht habe ich dann eine praktische Übung gemacht, mit leeren Flaschen haben wir einen Zaun gemacht, der als Schutz gegen Tiere sein kann oder auch, wenn vier Seiten erstellt werden als Mülleimer dienen kann. 

 

Zurück in Accra haben wir dann noch eine Möbelschreinerei angeschaut die voll eingerichtet ist, u.a. deutsche Maschinen hat, doch leider geht die Production momentan nicht. Mein Freund Thomas würde das gerne nutzen für die Ausbildung von Schreinern, die dann gleichzeitig eine theologische Ausbildung erhalten.

 

Am 2. November bin ich dann wieder im kalten verregneten München gelandet. Jetzt geht es daran die neuen und schon bestehenden Kontakte weiter zu pflegen und wo möglich auch von der Ferne zu begleiten und Projekte weiter zu entwickeln. 

 


KW 42

 

Abschlusswoche in Uganda und an der Ndejje Universität

 

Gleich drei mal konnte ich unsere Präsentation weitergeben. In einem Unterricht bei den Studenten von Environment & Agriculture. Dann bei einem größeren Treffen der Fakultät Agriculture, die dann anschließend zwei Bäume gepflanzt haben. Jedes Mal gab es lebhafte Diskussionen, wenn ich über die Auswirkungen von Plastik geredet habe und gesgt habe, dass laut Statistik wir jede Woche Plastik in der Größe einer Kredit aufnehmen durch Essen, Getränke und aus der Luft. 

Dann am Freitag gab es noch eine Präsentation vier Coworker Projekte an der Uni. Auch hier gab es wieder Diskussionen und die Dekane der Fakultäten und der Studentenvertretung haben ihre Bereitschaft bekundet hier übergreifend mitzuwirken um das Thema Abfall Management in eine Circular Economy zu überführen. Zuerst in den Universitätsstandorten und dann auch darüber hinaus.


Doch auch ein Ausflug ins Museum und einen Besuch eines schönen Spielplatzes Mit meinem Kollegen und seiner Familie war zum Abschluss möglich. 

Mit einigen Studenten feierten wir dann noch den aktuellen Stand des Projektes und die Übergabe an meinen Kollegen. Es war schön sie zu ermutigen weiter an dem Thema Circular Economy zu arbeiten.

Dann war es dran sich zu verabschieden, auch von meinem Mini-Garten. In dem wachsen in der Zwischenzeit Ananas, Mais, Mango Baum, Moringa Baum, Zitronenmelise, Rosmarin und natürlich Artemisia, also ein Environment & Healthy - Agriforestry Fläche. 

 


KW 41

 

gleich mehrere Highlights diese Woche. 

Am Sonntag war auf einmal unser ganzes Haus mit Rauch "umhüllt". Als ich nachschauen ging, habe ich festgestellt, das jemand außerhalb von unserem Compound feuchtes Gras und Abfall verbrannt hat. In der Sonne gab es wohl ein schönes Bild, doch angenehm war es nicht! Wenn im Haus alles nach Rauch stinkt ist das ziemlich unangenehm, so habe Türe und Fenster geschlossen und mit Wasser den Brand gelöscht. Da würde es so manches zu sagen geben, das gerne mal persönlich :-) . 

 

Nächstes Highlight war dann die Fahrt nach Masaka zu einer Firma, die Plastik verarbeitet. Wir waren 7 Personen, Olaf Projektleiter, Michael Head of Civil engineering, 4 Studenten und ich. Wir hatten auf dem Dach unseren Prototyp Abfalleimer. Es war ein ziemlicher Act den aufs Autodach zu bringen und dann gut zu befestigen. Übernachtet habe wir in einer schönen Lodge. Am Abend haben wir die Gelegenheit genutzt, um mit Lego über das Thema Nachhaltigkeit zu reflektieren. Am Morgen haben wir dann noch eine Übung gemacht mit einem kleinem Abschnitt aus der Bibel, auch darüber haben wir reflektiert und haben uns ausgetauscht was jeder persönlich daraus für sich lernen möchte. - Da sind viele Dinge enthalten, die Basis für nachhaltiges Handeln sind. Im Kontakt mit dem "Architekten des Universums" kann man viel erfahren, wie wir mit den Mitmenschen, der Natur und Umwelt umgehen sollen.

Die Marketing Frau und der Konstrukteur, waren begeistert von unserem Prototyp und wir hatten die Gelegenheit Verbesserungen mit ihnen zu diskutieren. Danach haben wir die Produktion angeschaut, über Plastik allgemein gesprochen, Vorteile und auch Gefahren. Zum Abschluss haben wir dann noch Plastikabfall sortiert, was Spaß gemacht hat, aber keiner wollte das immer als Job machen. 

 

Dann am Freitag war an der Universität eine Abschlußfeier für Absolventen. Da wurde ganz schön groß gefeiert. Wenn für vielen Dinge des Alltags (Straßen, Werkzeug, ....) kein Geld vorhanden ist, dann um so mehr für Feiern. Wir konnten auch unser Plastikprojekt präsentieren und hatten viele gute Gespräche mit den Studenten, Eltern und auch mit der Leitung der Univestiät. Alle waren erstaunt was man aus recyceltem Plastik alles machen kann. 

 

Am Samstag haben wir die Woche abgeschlossen mit einem privaten Fest mit allen Coworkers, die in Uganda tätig sind. 

 

 

 

 

 


KW 40 

 

Diese Woche ging es weiter mit der Vorbereitung für einen Workshop mit Studenten bei einer Recycling Firma am 10.10.2023. Weiter Erstellung einer Präsentation für eine Graduation an der Uni am 13.10.2023. Hier sollen wir das Thema Plastik, in Verbindung mit unserem Mülleimer präsentieren. 

Dann gab es ein Gespräch mit dem Verantwortlichen wegen Abfallmanagement am Uni Compound. Momentan gibt es keine klare Regelung, nur zwei Stellen wo der Müll gesammelt wir und dann je nach Bedarf abgeholt und auf die Müllhalde gebracht wird. 

Auch Abendveranstaltung fanden in der Uni statt, wo es viel Worship mit Bewegung und einer Predigt gab. Weiter wurde in Kampala gefeiert, in einem schönen Saal. Start war auf 8.30 Uhr angesetzt, doch richtig los ging es erst kurz vor 10.00 Uhr. 

 

Dann hatte ich die Möglichkeit bei einem Farmer bei einer Pflanz.- und Ernteaktion dabei zu sein. Wir haben in der Baumschule 1000 Baumsetzlinge geholt und dann auf dem vorbereiten Feld gepflanzt. Das war ganz schön anstrengend. Da auf dem Feld gerodetes Gras zwischen den Pflanzlöchern lag, war es mir schon etwas lau im Magen, es könnte ja ein Tier da drunter sein. Deshalb bin ich immer stampfend und betend unterwegs gewesen, dass ich nich ausversehen mal unliebsame Bekanntschaft mit einem beißenden oder stechenden Tier mache. 
danach waren wir dann noch auf einem anderen Feld und haben Bananen und Kasawa (Wurzeln, die ganz gut schmecken) geerntet. Wenn man sie geerntet hat dann legt man gleich wieder ein Teil des Stieles, der über der Erde ist, in das Loch und der wächst dann wieder weiter. 

Wieder echt spannende Dinge und Begegnungen, das war viel spannender als eine Safari zu machen und durch die Gegend zu fahren und zu hoffen, dass man ein wildes Tier sieht. Wenn ich das sehe wie die Leute zum Teil auf den Dörfern leben und nicht unglücklicher sind als mancher Stadtmensch, oder wir, die wir alles haben, dann kommt immer mehr der Wunsch auf mit "leichtem Gepäck" durchs Leben zu gehen. 

 

 

 


September 2023

KW 39 

 

Diese Woche konnten wir den Plastikabfalleimer fertigstellen. Ich hatte auf dem Markt in Ndejje und in Kampala noch Scharnier, Kette, Haken, Sack und Schloss gekauft, die wir dann noch installiert haben. Auf der Front haben wir dann 2 Poster angebracht, einmal Hinweis auf das Projekt und dann was in den Mülleimer geworfen werden soll. In den Bildern dann noch die Werkzeuge mit denen wir die Einzelteile bearbeitet und zusammengeschraubt haben. Jedes Plastikteil oder Flasche, das über unser System entsorgt wird vermindert die Luftverschmutzung durch Verbrennung, die Kontamination des Bodens und des Grundwasser und verhindert, dass sich Moskitos ausbreiten können. 

 

An der Uni wurden diese Woche bei dem wöchtlichen Treffen mit Worship, kurzer Andacht und Gebet die Mannschaft der Volleyball Studentinnen geehrt, weil sie einen Pokal gewonnen haben. - Im Bild die Studentinen mit der Uni Direktorin und dem Chaplain. 

 

Meine Mitbewohner auf dem Campus haben in ihrer Biokiste viel gesundes Gemüse gehabt, ein Teil kann man wie Spinat zubereiten. Da ich davon einen Bund geschenkt bekommen habe, habe ich es ausprobiert und ein leckeres Essen zubereitet. 

 

Dann auf dem Weg zur Uni, habe ich diese schönen Zelte und Stühle gesehen. Es war keine Geburtstagsfeier oder sonst eine Party, es war eine Beerdigung, da wird auch gefeiert mit viel Musik und viel Essen.

 

 


KW 38

 

Gestern am 19.9.2023 hatten wir einen Termin bei einer Firma im Süden von Uganda. Sie recycelt auch Plastik, aber sehr professionell und auch im großem Stil. Sie setzen mtl. ca. 50 t Plastik um und produzieren neue Produkte oder erstellen auch sortierte, gepresste Ballen, die dann an eine Firma weitergegeben wird, die dann Plastikflaschen produziert.

Hier konnten wir auch klären, ob sie unseren Entwurf und Prototyp des Plastikmülleimers in vertretbarer Zeit und zu einem guten Preis umsetzen könnten. - Sie machten auf der aktuellen Entwicklung eine Kalkulation mit recyceltem Material und dem kompletten Zusammenbau. Sie boten uns an pro Mülleimer einen Preis von 150 € incl. Transport zu uns auf das Unigelände. Ist für hier ein "stolzer" Preis, doch wenn man bedenkt, dass dadurch ganz viel Plastik(gebundenes CO2 und andere Giftstoffe, die nicht in die Atmosphäre gehen) verwertet wird und sinnvoll eingesetzt wird, ist das vertretbar. Wir planen gerade mit 10 Mülleimern, so dass wir 1.500 € benötigen. Die Uni kann uns da leider nicht unterstützen, deshalb suchen wir Sponsoren, die sich hier etwas beteiligen. Mit einem kleinen Beitrag kann so der persönliche CO2 Footprint verbessert werden. (Spenden - gerne siehe oben)

 

Unser Muster ist nun fast fertig (fehlt noch ein Scharnier, eine Kette zum Halt des Deckels wenn man öffnet und ein Schloss um den Deckel zu sichern) so dass wir die nächsten Schritte im Projekt angehen können. (Abfall Prozess am Uni Campus und Public Relation).

 

Ganz nebenbei habe ich dann auch noch auf dem Feld geholfen einen Komposthaufen aufzuschichten. Mit der Technik wird vor Ort guter Kompost hergestellt. 

 

Diese Woche gab es schon viel Regen und schwere Gewitter. Bei einem Blitz und Donner, der genau über uns war, ist mein Überspannungsschutz zerstört worden. Zum Glück nur der und nicht meine Ladegeräte. Der Donnerschlag ist durch Mark und Bein gegangen, war wirklich heftig, echt stark, welche Power die Naturgewalten haben. 

 

Auf dem Markt gibt es immer gutes Essen auch kleine Fleischspieße, die ganz lecker schmecken. Diesmal haben wir es aber selbst gemacht und haben bei uns im Compound gegrillt und so den aktuellen Stand des Projektes gefeiert - Fleisch, Würstchen, Spieße, Gemüse, Dips und Fladenbrot war alles lecker.

 

 

 

 

 


KW 37

 

Diese Woche war ich mit meinem Kollegen und seiner Familie wandern, wir sind auch beidem BLI (Bethany Land Institute, wo ich schon mehrmals war) vorbei gekommen, die Kinder waren begeistert von den vielen Tieren. Von den ganz kleinen, Würmer, die als Eiweißfutter für Hühner und Schweine dienen, wie auch die größeren. Das kann man auch sehen, dass es den Tieren gut geht und das Mutterschwein, schöne kräftige Ferkel hat. 

im Projekt ging es dann auch Schlag auf Schlag weiter. Nachdem sich der Recycler wieder gemeldet hat, habe ich gleich einen Termin in Kampala mit ihm ausgemacht. Ich konnte früh mit meinem Kollegen in die Stadt fahren, das Navi hat uns dann auch mitten durchs Zentrum von Kampala geleitet. Schon interessant all die Hochhäuser ganz nah zu sehen. Dann beim Recycler, haben wir über die Konstruktion von einem Plastikmülleimer gesprochen und Details geklärt. Er hat uns dann von seinem Restmaterial einiges mitgegeben, so dass wir ein Muster Exemplar erstellen konnten. Leider kann er momentan nicht produzieren, da er Schwierigkeiten mit dem Energieversorger hat. 

 

Nach einigem hin und her, haben wir dann endlich einen Raum gefunden, der auch samstags ohne Probleme zugänglich ist und indem wir das Muster zusammenbauen konnten. Da wir nur zeitweise zu dritt waren und den ganzen Samstag gearbeitet haben, konnten wir das Muster nicht ganz fertig stellen. Das wollen wir dann mit möglichst mehr Studenten am nächsten Mittwoch tun.

 

Ein Student hat auch einen Vorschlag erarbeitet für ein Logo für unser Projekt. 

Für weiter Mülleimer, werden wir nächste Woche noch eine Firma besuchen und klären ob sie unseren Entwurf zeitnah umsetzen kann. Denn wir benötigen mindestens 20 solche Mülleimer für das Plastik am Uni Compound. Da das auch einiges kosten wird, müssen wir sehen wie wir das finanzieren können, leider hat die Uni dafür kein Budget. 

Wenn ihr Fragen habt, dann meldet euch einfach kurz bei mir. (Email, WhatsApp, Signal, threema) 

 


KW 36 

 

 

Diese Woche habe ich meinen CO2 Footprint etwas verbessert, in dem ich einen Baum gepflanzt habe. In einem Agroforestry Projekt ganz in unserer Nähe, habe ich vorbei geschaut, mich erkundigt über die Umsetzung und dann einen Baum gepflanzt. Das Projekt ist sehr interessant, weil auf einer nicht so großen Fläche sehr viele unterschiedliche Pflanzen und Bäume gepflanzt werden. Das hat dann den Vorteil, dass weniger Schädlinge auftreten können und dass sich die Pflanzen gegenseitig unterstützen können im Wachstum. Auch bei uns an der Uni wurde mit den Studenten zusammen ein ähnliches Projekt gestartet, wobei ich auch teilweise mithelfen konnte. Das war dann auch gleichzeitig ein körperliches Training und Ausgleich für die sitzende Tätigkeit.


Ein Student hatte unser Whiteboard ausgeliehen und musste es an einen anderen Ort transportieren. Der Transport wurde afrikanisch durchgeführt, sehr einfach aber sehr effizient.

 

Für unseren Standort – Compound habe ich ein Muster für einen Plastikabfalleimer erstellt. Ähnliches. Wollen wir jetzt auch mit den Studenten zusammen erstellen und an der Uni aufstellen. Wir haben mit den Studenten in unserem wöchentlichen Treffen nochmals über die Plastikabfalleimer Konstruktion gesprochen und dann auch über die Inhalte für eine Präsentation bei den einzelnen Fakultäten. In dieser Präsentation wollen wir die Studenten motivieren den Plastikabfall nicht irgendwo zu entsorgen, sondern in den Plastikabfalleimer zu entsorgen.

 

Begeistert bin ich auch immer wieder über die Pflanzenvielfalt hier im Lande. Es ist einfach schön immer wieder etwas Neues zu entdecken und wenn es nur eine Blüte der Bananenpflanze ist.

 

In meiner Freizeit habe ich auch Zeit zu lesen, wandern (die Umgebung zu entdecken) oder mal eine Dokumentation über das Nachbarland Kongo anzuschauen. Das Buch, das ich gerade lese heißt "Jesus. Eine Weltgeschichte", es zeigt im ersten Teil auf, wie die damaligen Verhältnisse waren und die Menschen gelebt und sich gegenseitig geplagt haben (zum Beispiel der Lebensstil der Römer). Für mich sehr ernüchternd, wie damals schon Menschen ausgebeutet wurden und wenn ich dann Dokumentationen vom Kongo anschaue, wie Menschen in ähnlichen Verhältnissen heute leben und ausgebeutet werden. Und das, dass ich mir moderne, kostengünstige elektronische Geräte leisten kann (Abbau von wichtigen Metallen und seltenen Erden). 

 

 

 


August 2023

KW 35

 

Wieder eine spannende Woche mit einem Einsatz im SOM (Sports Outreach Ministry's) - in Kampala. In 2016 wurde ein Film gedreht über Kinder die im Slum von Kampala aufgewachsen sind, aber über Schach spielen Veränderung erlebten. "Queen von Katwe". Ich hatte die Möglichkeit mit meinem Kollgen von Coworkers und seiner Familie einen Einsatz von einem Team der Liebenzeller Mission im SOM in Kampala mit zu erleben. Wir konnten Kontakte knüpfen zu den Leitern mein Kollege bezüglich IT und ich zum Thema Plastikrecycling. Das Team der Liebenzeller Mission baute mit den Kindern aus alten Paletten Stühle und Tische. Dann bekamen die Kinder etwas zum Essen und anschließend gab es für die Kleinen eine biblische Geschichte und viele Lieder, natürlich mit viel Bewegung. Die größeren Kinder haben einen Bibeltext angeschaut und mit Bundstiften wichtige Passagen unterstrichen (siehe Bild mit Lineal). Danach hatte ich die Möglichkeit mit den Kindern über Plastik und Plastikrecycling zu sprechen. Dann haben wir das praktisch gemacht und in Säcke die unterschiedlichen Materialen auf dem Gelände gesammelt (Plastikflaschen, Plastiktüten und Verpackungen, Papier und sonstigen Müll). Den Plastikabfall haben wir dann zum Plastikrecycler gebracht, der ganz in der Nähe ist. Die Kinder haben dann die Schachbretter und Figuren geholt und haben Schach gespielt.

 

Auch an der Uni ging es weiter, mit einer Grundsteinlegung für eine neue Kapelle auf dem Unigelände und natürlich auch mit dem Projekt Plastikrecycling ging es weiter. 

Wir hatte für ein Logo (sollte - "ECOPLAST Cycle" darstellen) etwas erarbeitet und auch einen Sologan / Motto ("sustainable plastic management save Environment for generations") Dann habe wir noch über die Aufstellorte auf dem Unigelände für die Abfalleimer gesprochen. Bei der Erstellung für ein Muster für den Abfalleimer sind wir leider noch nicht weiter gekommen.

 

Sonst zum Leben hier, habe auf dem Unigelände ein interessantes Holz gefunden, was ich dann bearbeitet habe. Zum Thema Schlafen, geht ganz gut, wenn man alle Moskitos im Netz "freundlich" entfernt hat und wenn man alle 2-3 Wochen die Matratze mal umdreht (hatte mir mein Kollege vor kurzem gesagt, nach dem ich mich "beschwert" habe, dass meine Matratze wohl durchgelegen ist und eine richtige Kuhle entstanden ist). Sonst probiere ich immer mal wieder etwas neues aus zu kochen und zu backen. Wo die Milch herkommt weiß ich jetzt auch, von der Kuh, die oft herumläuft, die wird Morgens und Abends eingefangen und gemolken (natürlich von Hand). Dass ab und zu mal der Strom weg ist oder zu niedrig, dass der Kühlschrank nicht mehr anspringt und der Wasserkocher gefühlt Stunden benötigt, bis das Wasser heiß ist, gehört einfach hier dazu und ist ok. Diese Woche musste ich auch nach dem Wassertank schauen, wenn er überläuft bedeutet das, dass der Schwimmer hängenbleibt und die Pumpe nicht abschaltet. Das ist leider diese Woche zweimal passiert und natürlich mitten in der Nacht, bedeutet aufstehen und ans andere Ende des Compounds gehen und Pumpe von Hand ausschalten. 


 

KW 34

 

Die Woche war geprägt von einem Workshop in Kampala mit dem Recycler über Produktion und Weiterentwicklung der Company. Immer wieder stehen hier auch Themen der Cooperation mit der Ndejje Universität im Mittelpunkt. Wie können Studenten praktische Erfahrung bekommen und so noch breiter auf das Arbeitsleben nach dem Studium vorbereitet zu sein. Tausende von Studenten schließen ihr Studium an den Universität ab und sind dann Arbeitslos -  Es gibt zu wenige Jobs hier oder fehlt die Praxis um entsprechendes Business aufzubauen. - Welche Verschwendung an Ressourcen. - Um überleben zu können nehmen sie dann niedrige Jobs an, auf dem Markt, Taxifahrer oder BodaBoda Fahrer (Motorradtaxi).

Entsprechend ist der Verkehr überall (Siehe Bilder - BodaBoda Fahrer mit Skyline von Kampala).

 

Da ich auf dem Land lebe, gibt es überall Farmen, wo man gutes frisches Gemüse und Obst kaufen kann. So sieht mein Speiseplan sehr bunt und gesund aus. - Geröstete Erdnüsse oder Cassava mit Tomaten und Rolex (2 Pfannenkuchen mit 2 Eier - Rührei mit Gemüse) den man auf dem Markt kaufen kann. Oder dann auch frisch gebackenes Brot mit frischer Avocado Crem. 

 

Das Projekt geht vorwärts, wir hatten diese Woche ein längeres Meeting mit den Studenten und dem Recycler. Wir hatten über die div. Möglichkeiten eines Plastik Abfalleimer aus Recycelplastik gesprochen und Pläne erstellt, Varianten geprüft, ob sie den Anforderungen entsprechen. Jetzt möchte der Recycler ein Muster erstellen mit dem wir dann weitere Schritte gehen können und alles auch noch optimieren können. 

Wenn das dann mal steht, müssen wir schauen wo wir Finanzen bekommen um dann für den Unicompound entsprechend viele Plastik Abfalleimer aufstellen zu können. 

 

 


 

KW 33 - Und wieder geht eine reich gefüllte Woche zu Ende. 

Am Sonntag war ich mal wieder im Einsatz (zur Unterstützung) in der Kinderkirche, war schön mit so vielen Kindern zu singen (wenn ich auch nicht immer alles verstanden habe z.T. in Luganda) Spiele zu machen und dann auch sehr lebendig eine biblische Geschichte zu hören. Es war Noah dran, die Erzählerin hatte die Kinder angeleitet, dass sie paarweise als unterschiedliche Tiere in die Arche kommen. 


Dann gab es viele Vorbereitungen auf das erste Treffen mit den Studenten. Wir hatten über die verschiedenen Aspekt von Plastik gesprochen und was für Probleme es gibt, wieviel auf Deponien landet und wieviel verbrannt wird. 

In Uganda entstehen täglich 600 t Plastikmüll und nur 10% werden recycelt! Rest wird verbrannt oder landet auf Deponien. - Mein Kollege von coworkers meinte, wenn er vor seinem Haus den Garten bearbeitet, findet er immer wieder kleine und größere Plastik Teile. - Deshalb waren die Studenten sich einig, dass hier was getan werden muss, für die Umwelt. So haben wir besprochen, dass wir uns am Samstag zu einem weiteren Workshop treffen. Da haben wir die ganze Problematik dann mit der Design Thinking Methode bearbeitet und viele Gesichtspunkten gesammelt, die wir dann jetzt "verdichten" wollen um dann einen Plastikabfalleimer zu entwerfen, ein Logo/ Symbol und einen Namen für die ganze Aktion. Aber auch über den ganzen Prozess zur Herstellung der Abfallbehälter, Leerung, Sortierung und Transport zum Recycler. 

Gut war auch der Besuch bei dem Recycler in Kampala. Wir konnten mit ihm über das Projekt reden und er hat uns bei der Herstellung von Abfalleimern seine Unterstützung zugesagt. 

Dann habe wir noch die Produktion angeschaut, sehr einfach mit sehr viel Potential der Verbesserung und Optimierung. Er war uns sehr dankbar, dass wir mit ihm zusammenarbeiten wollen und so eine Colaboration mit der Ndejje Universität stattfinden kann. 

 

In der Hauptstadt gibt es riesige Einkaufscenter, deshalb haben wir die Gelegenheit auch genutzt und Einkäufe geträtigt von Dingen die es bei uns auf dem Land nicht gibt. Auch Essen haben wir genossen, da bei uns auf dem Land wegen der Kühlkette das Thema Fleisch, Wurst, Fisch problematisch ist. Am Abend war wir dann noch in einer Kirche. Da die Bevölkerung sehr fromm ist finden auch viel Gottesdienste statt, wir hatten da einen speziellen Gottesdienst besucht, mit vielen Liedern und Gebet für das Land Uganda. 

 

 

 


 

KW 32

  • Ausarbeitung zum Thema Plastik - Herstellung, Nutzung, Verwertung / Recycling, Umweltbelastungen, ..... Durch Grafiken, Statistiken, Videobeiträge ist mir bewußt geworden welche immense Auswirkungen unser Konsum bezügliche Plastik hat. Fast keine Lebensbereiche kommt in  irgendeiner Form ohne Plastik aus. - Wer hier Interesse hat darf sich gerne an mich wenden, dann kann ich entsprechende Links zur Verfügung stellen. - Zusammenfassend würde ich sagen: Ein bunt schilderndes und blinkendes "Monster".
  • Besuch von einem Institut in unserer Nähe, die schon Plastik mit ihren Studenten gesammelt haben und jetzt nicht wissen wo sie es hinbringen können. Hier habe ich mit den Verantwortlichen geklärt, dass wir, die Ndejje Universität, zusammen arbeiten wollen.
  • Austausch mit der UCU Universität, Leiter des Facility Managements, wie sie das Thema Plastikabfall - Abfallmanagement auf dem Uni Compound umsetzen. Sie haben einen Dienstleister, der für sie die Abfälle auf dem Uni Gelände sammelt und entsorgt. Auf dem LKW werden die Abfallfraktionen (Plastikflaschen) getrennt und durch das Abfuhrunternehmen verkauft. Den Restmüll wird auf eine Deponie gebracht. Was dann dort geschieht konnte ich noch nicht herausfinden. Vermutlich wird sehr vieles Stofflich verwertet - d.h. verbrennt.
  • Auf dem Rückweg vom Norden, Besuch einer Farm, die als Pilotprojekt agiert und über natürliche Bepflanzung Chemikalien vermeidet, Schnittgut nicht verbrennt sondern Kompostiert und Flächen für Rückzug von Tieren geachtet wird.
  • Besuch einer Recycling Firma im Norden von Uganda - Takataka Plastics - Sie sammeln über selbst entworfene und gebaute Behälter Plastik in der Stadt. Arbeiten da auch mit arbeitslosen Jugendlichen zusammen. Das gesammelte Plastik wird dann sortiert. Die einzelnen Fraktionen werden dann gepresst und geschreddert. Danach gewaschen und hier findet dann auch nochmals eine Sortierung statt, so dass Sortenreineflocken entstehen. Diese werden dann zu Plastikfliesen verarbeitet, die je nach Wunsch auch eingefärbt werden können. Die restlichen Plastikflocken werden dann zu Platten von einem qm verarbeitet, aus denen dann unterschiedliche Produkte mit einer CNC Maschine gefertigt werden können.  

 

 

  • Erste Woche im Augsut ist Gebets- und Fastenwoche für die Uni, Studenten, ..... mit verschiedenen Veranstaltungen am Morgen und Abend.  
  • Erstsemester Studenten kommen zur Uni für Einführungsprogramm. Dadurch gab es schon auch erste Kontakte zu ihnen und ich konnte auch einige für das Plastikrecycling Projekt gewinnen. 

Juli 2023

  • Erste Bearbeitung des Umsetzungskonzeptes mit Zeitplan. 
  • Terminvereinbarungen mit Plastik Recycler vor Ort 
  • Kontaktaufnahme mit den Studenten die im letzten Semester zum Thema Plastikrecycling schon aktiv waren. 
  • Kontaktaufnahme mit verschieden Leiter der unterschiedlichen Fakultäten, mit denen eine Zusammenarbeit notwendig ist.
  • Meeting mit dem Board der Ndejje Universität. Vorstellung und kurze Info über das Plasik Recycling Projekt.
  • Besichtiung von einem Institut das in Agriculture mit biologischen Ansätzen ausbildet, hier werden auch sehr gute Ideen umgesetzt.
  • Erste Eindrücke und kennenlernen der Situation, Unterkunft einrichten.
  • Abflug 25.7. - Ankunft in Uganda 26.7.2023 
  • Information über bestehende Projekte, Unternehmen, Modelle, .... zum Plastikrecycling
  • Ersten Termine wurden vom Projektleiter vor Ort schon geplant und organisiert
  • Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
  • Impfungen erledigt
  • Visa erhalten
  • Kontakte zu ähnlichen Projekten und Erfahrungen in der Umsetzung von Recyclingprojekten. 
  • Vorbereitung - Gesundheitscheck, Impfungen, Malaria Prophylaxe, Versicherungen, Abstimmung mit Projektleitungen vor Ort und mit Coworkers. 

April / Mai / Juni 2023

  • Visa beantragen
  • Impfungen checken
  • Versicherung abschließen
  • Abstimmung mit Coworkers 

März 2023

- Schulung bei Coworker und Vorbereitung auf Einsatz

- Flug - Versicherung - Abstimmung mit Fachkraft vor Ort - Vertrag

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